Springe zum Inhalt


Hordes of Hordes

Tower Defence à la carte

Hordes of Hordes

Hordes of Hordes

100 Leben sollten genügen? Bei den Horden sind die 100 Leben gerade richtig. Sehr schnuckelige Pixelgrafik, sehr viele Variationsmöglichkeiten und für jedens Spiel darf man sich seine Mitstreiter, Fallen und Zaubersprüche selbst zusammenstellen – je mehr man gewinnt, desto mehr Dinge kann man freischalten und verbessern.
Sehr lohnenswert, ich behaupte ja einfach mal: die relativ mäßige Bewertung liegt an den vielen Ungeduldigen, die nicht an ihrer Taktik arbeiten wollen und das Spiel einfach frustriert in die virtuelle Ecke schmeißen. (Siehe Protector-Reihe)
Wenn es doch nur noch ein wenig schneller gehen könnte, der 2x-Geschwindigkeitsknopf könnte ruhig ein 4x-Knopf sein und eine Option, um die Wellen automatisch kommen zu lassen wäre auch eine nette Luxusdreingabe. Egal Karl, die Motivation steigt. Schönste Situation, vorletzte Welle, genau 1 Leben, da kommen die Zombies, natürlich kommen zwei durch. Klick aufs Bild führt zum Spiel.

Abgelegt in Netzfänge.

Tags: , .


Brazil

„He's got away from us, Jack.“

Sorry, I’m a bit of a stickler for paperwork. Where would we be if we didn’t follow the correct procedures?

Das ist sie. Die Gesellschaft, die von Verwaltung und Unterhaltung gleichermaßen im Würgegriff gehalten wird und dabei noch lächelnd von den Plakaten stiert. Die Verwaltung, namentlich das Ministerium für Informationen, verwaltet nicht nur sich selbst, sondern so ziemlich alle Belange des privaten Lebens. Der Wecker klingelt, die Toasts werden aufbereitet, die Aggregate springen an, die oberflächlich aufgeräumte Welt erwartet die Hamsterradsprinter kunterbunt und fröhlich. Konsum und Religion sind schon lange keine Gegensätze mehr, man stickt sich einfach beides aufs Banner und erhebt den Konsum zur selig machenden Hauptreligion.

Brazil - Consumers for Christ

Brazil - Consumers for Christ

Brazils Szenario ist eine kitschige Dystopie wie aus dem Bilderbuch gefallen. Freudig begrüßt uns die Werbung mit einem neuen Design für Kanäle, da geht schon die erste Bombe hoch. Die Welt dreht sich weiter, im Fernsehen tendiert der Informationsgehalt dank inszenierter „Interviews“ schon seit langer Zeit nicht mehr gegen Null, Stabilität, Verdummung und Selbstlegitimation durch Diskreditierung Andersdenkender steht an der Tagesordnung.

In dieser Welt geschieht ein bürokratischer Fehler. Ein kleiner, nun ja, Tippfehler veranlasst eine folgenschwere Verwechslung und sukzessive die Verdächtigung einer Frau, von welcher der kleine Beamte Sam Lowry (Jonathan Pryce) schon seit längerer Zeit träumt. Eigentlich ein Mann, der gerne im Hintergrund arbeitet, Anweisungen befolgt, wenig Verantwortung übernimmt und schon gar nicht im Rampenlicht steht – einer der vielen Bausteine, die das Fundament des Ministeriums bilden. Doch dieser Mann entwickelt Gefühle. Um mehr Informationen über die ihm noch relativ unbekannte Frau zu erlangen muss er die Karriereleiter im Ministerium erklimmen, Status und Sicherheitslevel bedeuten alles in dieser Welt. So nimmt das Unglück seinen Lauf und Terry Gilliams Brazil läuft zu Höchstformen auf, was zynische Satire anbelangt.

Ein unbeholfener Formulartrottel herzensguter Bürokrat tritt gegen einen restriktiven Verwaltungsapparat an (der gelinde gesagt nicht minder trottelig erscheint, wenn man sich einzelne Organe genauer anschaut), obwohl er erst alles andere als subversiv handeln möchte. Mehr und mehr entblättert sich die Realität, die Sams fiebrige Albtraumsequenzen spielend übertrifft.
Eine Mischung, die es in sich hat, eine bunte, vergnügungssüchtige Gesellschaft, der sämtliche menschliche Eigenschaften abhanden gekommen sind und dazwischen nur nach Vorschrift handelnde Gestalten in Anzügen und Uniformen.

Brazil - Information Retrieval

Brazil - Information Retrieval

Brazil funktioniert. Noch immer. Und immer wieder. Jeder Schlauch, jede Leuchtreklame und jedes andere obskure Detail ist es Wert, begutachtet zu werden. Die kleinen Unannehmlichkeiten des Verwaltungsstaates werden hier und da eingestreut, Probleme mit diesem Formular, Probleme mit den Grundversorgern, Probleme mit der Exekutive – alles scheint lustig und wie aus dem Leben gegriffen, und doch ist alles noch eine Spur fieser und überzeichneter, was wiederum der düsteren Dystopie ihre Stärke verleiht. Ob Passierschein A 38 oder 27b/6, ob Haus der Verrückten oder Flur 30 – die Unterschiede sind nicht wirklich riesig. Und wen interessieren schon Unterschiede, wenn die letzte Konsequenz doch nur Glückseligkeit durch Wahnsinn darstellt? So bitterböse der gesamte Verlauf doch insgesamt ist, dieser finale Bruch setzt noch mal nach.

Der Paradiesvogel unter den dystopischen Filmen.

Abgelegt in Achtung Unterhaltung.

Tags: , , , , , , , .


Lana Del Rey – Born To Die

Come and take a walk on the wild side
Let me kiss you hard in the pouring rain
You like your girls insane

Völlig irrelevant, ob sich ein Roadmovie, ein Film noir oder ein Beziehungsdrama sich diesen Song mal einverleiben wird: gute Wahl.

Abgelegt in Musique.

Tags: , , .