In God we Trust everyone else pays cash
So vielversprechend unvorhersehbar heulte Christines Motor ohne jegliches Bild dazu auf, als es anfing. So berechenbar und schwerfällig wurde “Christine”, dass es es mir fast schon leid tat. Ich bin bei weitem kein Fan oder Anhänger von King, habe nur wenige Bücher gelesen und habe nicht alle Filme gesehen.
Dennoch sag ich jetzt einfach mal, dass das Spiel mit dem Bekannten, Alltäglichen und der Angst, wofür King bei mir immer stand, hier nicht so gelingt, wie es z.B in “Cujo” gelingt, wo beklemmende Enge, wenige Wege und ein immer wieder plötzlich auftauchender Hund am Fenster an der Tagesordnung stehen. Christine zuckelt “gemütlich” um Ecken, nimmt in aller Ruhe Anlauf und ohne wirklichen Hintergrund, warum dieser Wagen überhaupt “böse” ist (die Vorlage wird da dezent übergangen), kann man sich einfach nicht gruseln, fürchten, wie auch immer man das nennen mag
Naja. 1983 ist lange vorbei. Da trug man noch andere Klamotten und Frisuren und sprach wohl auch etwas anders. Kommt alles sehr amüsierend rüber, wenn es ernst gemeint sein soll und eher trottelig, wenn so unsägliche Aussagen über Rock ’n’ Roll geäußert werden.
Vielleicht hat es mich da etwas getäuscht aber irgendwie war auch die Attitüden der ganzen Personen immer wieder eine andere. Eine Modeerscheinung? Naive Mutter mit Hang zur Overprotection, wenig später der unausstehliche, dominante Hausdrache, den vollen Namen des Sohnes brüllend – um mal so ein Beispiel zu erwähnen.
Irgendwie schade. Es muss an der Distanz liegen. “Die Vögel” von Hitchcock sollen ja auch so wunderbar sein und sind m.E alles, nur nicht erschreckend. Aber irgendwie auch sehr von Vorteil für eingestandene Erschreckerle wie mich, quasi Horror-Fastfood ohne jegliches Sättigungsgefühl, zumindest wenn man sich nicht um Biegen und Verbrechen vor King wirft und sich selbst dazu zwingt.
John Carpenter’s Christine – IMDB
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Es gilt die Netiquette.
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