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Hocus Pocus

You know, I’ve always wanted a child. And now I think I’ll have one. On toast!

1693, Hexen sind noch in Mode und sind fest im Leben etabliert. Nur eines Tages müssen die drei Sanderson-Schwestern den Bogen überspannen, als die die kleine Emily Binx entführen, ihr einen Zaubertrank einflößen und ihr das Leben aussagen, um selbst ewig zu leben und äußerlich schöner zu werden. Der Bruder Thackery Binx versuchte das zu verhindern, scheiterte und wurde verflucht, als schwarze Katze sein Dasein zu fristen. Endlos zu fristen. Salem. Dort, bzw. in der Nähe spielte sich dieses Geschehen ab. Was sagt uns das? Genau: Hexenjagd. Wobei, eigentlich mehr ein Hexenhängen, jedoch nicht ohne Vorkehrungen: die hässlichste und klügste von den Dreien hat eine Art Lebensversicherung in Form eines weiteren Fluchs gezaubert; so werden die drei Schwestern wiederkehren, sollte ein jungfräuliches Wesen die schwarzbrennende Kerze in ihrem Haus entfachen.
300 Jahre später. Halloween in dem Städtchen Salem. Max Dennison ist von L.A hierher verfrachtet worden, fühlt sich nicht wirklich wohl und glaubt zum Schock aller Einwohner nicht mal an Halloween und Co!
Doch er ist es, der die erwähnte Kerze entflammt, die 3 Hexen kehren zurück, müssen vor Sonnenaufgang einiges an Kindern aussagen, wenn sie nicht zu Staub verfallen möchten.
Er, seine kleine Schwester Dani, Einwohnerin Alison, auf die Max ein Auge geworfen hat und Thackery in Katzengestalt versuchen jetzt, die Sandersons aufzuhalten. Das ist abwechslungsreich, von äußerst bescheuert im positiven, wie auch im negativen Sinne.
Grandios sind die meisten – bei weitem nicht alle – Dialoge zwischen den Schwestern. Man sollte wirklich erwähnen, dass die dicke Mitte Winifred die einzige mit sowas wie Hirn ist. Bette Midler verkörpert diese egoistische Pute wundervoll, in einem Atemzug nur von sich reden, kurz noch ein “wir” für die doofen Schwestern einschieben und diese mit gewitzter Ironie bloßstellen. Wobei die anderen beiden, wenn auch eher ungewollt und ohne Intention Kontra geben können, wenn sie sich ganz viel Mühe geben.
Den Hexen gehört die Bühne. Randerscheinungen wie die Eltern werden gezeigt, leicht angeschnitten und geraten bis auf ein zwei Momente schnell wieder in Vergessenheit. Ja, wahrscheinlich suchte man Ruhe in der neuen Heimat und wahrscheinlich sind es nicht die besten Eltern, die nicht immer den Durchblick haben. (“He wasn’t wearing any shoes.” “Must be some form of protest.”)
Thora Birch (American Beauty) verkörpert die kleine Dani. Erste Gedankengänge: im Wald aussetzen, schreien lassen und den armen armen Bruder bemitleiden. Unsagbar, immer sind es die kleinen Schreihälse, die durch kindliche Naivität Mut beweisen und zu irgendeiner Schlüsselrolle gelangen. Aber genau das wird Dani zur Heldin des Films machen, eindeutiger Sympathieträger für die lieben Kleinen und gut getimed zwischen “Ahhhhhh”-Geschrei, Hilflosigkeit und saloppen Sprüchen.
Ein bisschen gruselig darf es dann auch zu Halloween werden. Hier merkt man aber eindeutig, dass es ein Kinderfilm ist; mehr als leichte Schauer sind das nicht und selbst der “supergut” kostümierte Zombie muss sich durch eine flotte Bemerkung und seinen Hass auf die Hexen ins Gute verschandeln lassen.

Ein bisschen viel Gekreische, ein bisschen arg mit der Tür ins Haus fallen, ordentlich verkleidet und für gute Schabernacks zu haben; die Unterhaltung kann stimmen, wenn man seine Ansprüche zurückschraubt, dann kann man auch sehr ordentlich über die veralteten Hexen lachen, wenn sie im 20. Jahrhundert ankommen, mit einem Busfahrer flirten und den falschen Herrn der Dunkelheit anbeten. Gott sei Dank wurden nicht sinnvolle Gesangseinlagen auf ein Minimum reduziert. Sehr gute Entscheidung. Ist sogar so authentisch gehalten, dass die Hexen sich vor lauter “thus” und “thee” und “thys” überschlagen. Antiquierte Poetensprache in Ehren aber.. uff, das reicht jetzt erstmal für eine Weile, denke ich.

It’s not dad. It’s Dadcula.

Hocus Pocus – IMDB

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