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Son Of Rambow (Der Sohn von Rambow)

Der Sohn von Rambow

Der Sohn von Rambow

Will: O.K.!
[Will swings from a rope and drops into the water]
Lee Carter: [filming him] Yeah! Keep swimming to the other side!
Will: [floundering in the water] I can’t swim!
Lee Carter: …What d’you mean you can’t swim?
Lee Carter: [watches Will sink beneath the water] … Oh, shit!

So blutleer und seelenlos die Musikindustrie auch ist und wird, man stelle sich nur mal ein Leben ohne sie vor. Und obendrein ein Leben ohne Filme, ohne Kino, ohne Fernsehen. Man stelle sich vor, dass man selbst in der Schule den Klassenraum verlassen muss, sobald ein Fernseher eingeschaltet wird. Warum? Wegen dem Glauben. So ein Leben lebt der kleine Will Proudfoot (Bill Milner), streng religiös, streng restriktiv und dadurch natürlich zum Außenseiter verdonnert. Eine ganz andere Art von Außenseiter ist Lee Carter (Will Poulter), der nur rumpöbelt und ständig aus dem Klassenraum geworfen wird. Diese beiden Jungen treffen sich so durch Zufall auf dem Flur. Was natürlich passiert: Lee Carter nutzt Will schamlos aus, denn dieser, ständig Raubkopien von Rambofilmen für seinen Bruder produzierend, möchte an einem Filmwettbewerb teilnehmen und hat natürlich schon ein Vorbild: Rambo.
Was dabei rauskommt ist eine herzliche Komödie, die beinahe mehr Herzblut aufweist als alle Rambos und Rockys zusammen – die amateurhaften Szenen strotzen nur so vor Details und kindlicher Phantasie, später, wenn es eine wachsende Filmcrew mit französischem “Superstar” zu beschäftigen gilt, werden sogar Autos gefahren, Stunts gedreht und Ninjas verprügelt.

Son of Rambow

Son of Rambow

Eine willkommene Abwechslung, diese Komödie, die Retrospektive und Hommage zugleich sein will und kann, die ihr eigenes Genre durch kindliche Ansichten gerne mal auf die Schulter nimmt, obendrein sich für Familie, aber gegen religiösen Zwang ausspricht und natürlich Freundschaft und Kino gekonnt miteinander verbindet. Ebenfalls gekonnt und wohltuend, dass die Positionen der “Rotzblagen” relativiert werden, dem Verlierer Will ist jegliche Sympathie geschuldet aber auch Lee Carter ist nur ein kleiner Junge, der von den Großen umhergeschubst wird und sich nach einer intakten und gemeinsamen Familie sehnt, selbst der französische “Star”, dem alle hinterherrennen, sitzt am Ende alleine ganz hinten im Bus und wird von seinen französischen Mitschülern schief angeguckt. Das w an Rambow ist auf Lizenzen und Probleme zurückzuführen. Mal wieder. Aber das ist doch kein Problem, schließlich nehmen es die Jungregisseure da nicht so genau, wenn sie die Vorstellung zufrieden und befreundet verlassen. So zufrieden kann selbst ein älteres Publikum das Kino verlassen, Son Of Rambow ist trotz aller gewollter Infantilität eine pfiffige Komödie, die Spaß bereitet – da hat Garth Jennings, der schon The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy auf die Leinwand brachte (meiner Meinung nach zu Unrecht verschrien und ans Kreuz geschlagen), eine nicht ganz unproblematische Gratwanderung vollzogen. Kinder spielen und einen Film tragen lassen, dabei ein Idol der Erwachsenen durch den Kakao ziehen, gleichzeitig aber auch “ehren” und dennoch die Erwachsenen auf ihre Kosten kommen lassen.

Son Of Rambow (Der Sohn von Rambow) – IMDB

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2 Reaktionen

Es gilt die Netiquette.

  1. juliaL49 sagte

    Kann man den Film denn auch sehen, wenn man Rambo nie gesehen hat?!?

    PS: HHGTTG der Film war so schlecht nicht und wenn man sich mal den Audiokommentar anhört, erfährt man auch warum bestimmte Entscheidungen getroffen wurden und findet den Film am Ende richtig gut :kuh:

  2. Uwe sagte

    Ich kann mich an meine Rambo-Sichtungen gar nicht mehr erinnern und hab mir den letzten auch geschenkt, es ist eh viel mehr der kindlich-sympathische Versuch, einen Film zu drehen und eben eine Geschichte über zwei nicht ganz so funktionierende Familien zwischen anscheinend ungleichen Figuren, die sich aber doch alle irgendwie näher stehen, als sie anfangs vermuten

    PS: Jep, jep und nochmals jep!



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