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A Nightmare on Elm Street (Nightmare – Mörderische Träume)

A Nightmare on Elm Street

A Nightmare on Elm Street

Ob mit Hilfsmitteln oder nicht, Schlaf benötigt jeder Mensch früher oder später, hegt er den Wunsch, weiterhin zu funktionieren und zu (über)leben. Wie grausam muss da die Botschaft: schlafe und stirb in deinen Träumen sein? Sehr grausam, genau diese Botschaft kam mit Freddy Krüger, der böse Pullimann mit den Scherenhänden. 1, 2, Freddy kommt vorbei! Ein Satz, der Filmgeschichte schrieb – nebst Halloween und Freitag der 13. wohl die populärsten Vertreter des Genres. Krüger reiht sich zwischen Michael Myers und Jason Vorhees an, letztere eher für sinnlos aber irgendwie vergnügliches Gemetzel zu gebrauchen und Myers der atmosphärische Vertreter. Krüger hat beides. Atmosphäre und schnittige Argumente, zumindest auf DVD, im Fernsehen dürfte wohl alles zurecht geschnitten worden sein. Ja, Freddy hat Atmosphäre, weiß auch in Serie zu erschrecken und ist dabei übertrieben blutig geraten – ein perverser Kindermörder, der von verzweifelten Eltern angezündet wurde und die Teenager jetzt in ihren Träumen jagt. Träume, all das, was das Gehirn noch verarbeiten muss, alle intimen Gedanken und Erlebnisse treffen im Kopf aufeinander und schaffen so schöne Träume oder eben auch Alpträume. Krüger macht jeden Traum zum Alptraum, trachtet er doch den Träumenden nach dem Leben – sein markantes Erscheinungsbild ist dabei erschreckend wie einprägsam, verbranntes Gesicht, komischer Hut, der schmucke Handschuh mit den verlängerten “Fingernägeln” und der gestreifte Pulli.

Robert Englund, der bis zum langersehnten Freddy vs. Jason den Freddy mimte überzeugt auf ganzer Linie, schaurig komisch, immer einen Ticken unbeholfen beim Verfolgen und mit allerlei fiesen Eigenschaften ausgestattet lehrt er die kreischenden aber immer zu bemühten Teenies das Fürchten. Ein ganz besonderer Charme, den diese Story da versprüht, das Tummeln zwischen Realität und Traum, wo die Grenzen auch mal schnell verwischen, symbolisch natürlich auch vom “Coming of Age” gekennzeichnet – wo die Eltern handelten und versagten und von nun an erstmal unempfänglich für die Hilferufe ihrer Sprösslinge sind (da kann man noch so laut am Fenster brüllen), aber irgendwie auch Verursacher der mörderischen Träume sind, liegt es nun an den Heranwachsenden, sich ihren Ängsten zu stellen, zu planen und einen Schritt nach vorne zu machen – und weil diese pfiffige Geschichte vom Erwachsensein und Werden eine lange, langwierige und für manche unendliche Geschichte darstellt, verwundert es nicht wirklich, dass Herr Krüger noch in vielen weiteren Teilen vorbeischauen wird – Angst und Träume sind so Sachen, die wird man eher nicht los. Ebenso wenig wird man auch das schöne Liedchen, unverwechselbar, nicht los.

One, two, Freddy’s coming for you
Three, four, better lock your door
Five, six, grab your crucifix
Seven, eight, gonna stay up late
Nine, ten, never sleep again!

Eins, zwei, Freddy kommt vorbei
Drei, vier, verschließ bloß deine Tür
Fünf, sechs, nimm dein Kruzifix
Sieben, acht, schlaf nicht ein bei Nacht
Neun, zehn, wir woll’n nicht schlafen gehn!

A Nightmare on Elm Street (Nightmare – Mörderische Träume) – IMDB

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