
The Fountain
All these years, all these memories, there was you. You pull me through time.
Wie leicht es The Fountain seinen Nörglern doch macht, wo doch der bloße Schneidersitz in einer großen Blase irgendwo am Rande des Weltalls dafür ausreicht, ein riesiges Geschrei nach Eso-Quark und Buddhismus-Kitsch auszulösen. Wie leicht es doch ist, diese eindringliche Situation am Kranken- und Sterbebett, wo die Erkenntnis um ein etwaiges Heilmittel zu spät kommt, in die pathetische Tränendrüsenecke zu schieben, noch dazu wenn quälend langsame Ein- und Ausblendungen das Geschehen immer wieder unterteilen, betretene Situationen ins Weiß zergehen und jede geöffnete Tür arg symbolisches Licht durchschimmern lässt, was jeden Schritt und jede Bewegung zu einer transzendenten Angelegenheit mutieren lässt. Ja, so einfach ist es, The Fountain in die dröge, langweilige und esoterische Ecke zu stellen.

The Fountain
Noch viel schwerer ist es aber, die menschliche Komponente in Aronofskys Film zu erkennen, für sich selbst zu definieren und mit dieser ungeheuren Last zu leben, die The Fountain mit seiner zermürbenden Botschaft, die erst am Ende einen Kreis aus Erlösung, durchdrungenem Leid und Gemeinsamkeit offenbart. Verluste, die man nicht umkehren kann, für die es kein Zurück, aber ein positives Vorwärts gibt, in der Gewissheit, dass man hoffentlich nicht alleine diesen Weg bestreiten muss. Aber sei es drum, diese Sichtweise und Erfahrung wünscht man keinem, auch wenn es früher oder später unausweichlich ist. Und immerhin hat The Fountain auch Blumen, um die Ruinen vergeblich eine ganz dröge Horrorhandlung spannt.

The Fountain
Was am Ende bleibt ist eine Mixtur aus Betrübtheit und Optimismus, ein Staunen über Rachel Weisz und Hugh Jackman, ein gezogener Hut vor Clint Mansell und nicht zu vergessen diese Bildgewalt, die man nicht kategorisieren sondern genießen sollte, solange sie einem die Möglichkeit dazu bietet.
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