
The Unborn
Berufsverbot für David S. Goyer (The Invisible, Blade: Trinity). Schnell, bevor er es wirklich schaffen sollte, X-Men Origins: Magneto fertigzustellen. Berufsverbot für diesen Mann, der mit The Unborn ganz überraschend gezeigt hat, warum man seine in Anführungszeichen Werke tunlichst meiden sollte.
Casey Beldon (Odette Yustman) joggt am Anfang einen langen Weg entlang, findet einen Handschuh, erblickt einen ungesund aussehenden kleinen Jungen, der im nächsten Augenblick ein Hund mit Maske ist und folgt diesem Hund einfach mal in den Wald, wo sie ein bisschen buddelt und in die sich spontan öffnenden Augen eines “Babys” blickt.. kreisch. Keine Angst, alles anscheinend nur ein Traum, denn Babysitten ist schon langweilig, wenn der kleine Racker oben schon schläft, wenn man ankommt und der 4jährige nach einigen Sätzen Vorleserei einnickt. Also gepflogen mit der besten Freundin Romy (Meagan Good) über die etwaige Pornosammlung des Nachbarn lästern und sich ihren Traum deuten lassen. Babys stehen für Veränderungen, Hunde für Tod. Na, sind das nicht klasse Aussichten?
Der lässige Job wird dadurch unterbrochen, dass das Babyphon merkwürdige Phrasen von sich gibt. Nach oben gehen, bemerken, wie der 4jährige dem Baby einen Spiegel vors Gesicht hält und schwups kriegt Casey eine gepfeffert und ist ganz verwirrt über den Satz, dass “er jetzt geboren werden möchte” – gruselig, nicht?
Im weiteren Verlauf erfahren wir dann ganz viele aufregende Dinge, warum sie 2 Augenfarben hat, dass sie theoretisch ein Zwilling ist, warum ihre Mutter starb, wer ihre Großmutter ist und ohje, ein böses Ding das vom himmlischen Türsteher abgelehnt wurde macht jetzt Jagd auf sie.

The Unborn
The Unborn und The Eye schenken sich nicht wirklich viel, wobei The Unborn noch einen Ticken erbärmlicher daherkommt. Da wird doch allen ernstes der Versuch gestartet, solange den alten Gag – nichts anderes ist dieser kalkulierte Schockmoment dank solcher Filme – abzuspulen, bis man das Publikum soweit hat, dass es glaubt, da passiere nix mehr. Dann wird ein klobiger Effekt abgespult und.. alles lacht. Ja wirklich, alles lacht. Der kleine Nachbarsjunge, der immer mal wieder Dämon, Sprachrohr oder sonstwas spielt hätte beim Gruselwettbewerb gegen den Gonger haushoch verloren, verkrümmte alte Männer, die auf allen Vieren die Treppen hochwetzen sind nicht gruselig, dafür bedarf es schon guter Masken und Atmosphäre à la Ju-On.

The Unborn
Es werden Spiegel zertrümmert, weil Spiegel Pforten sind. Es werden Rabbis und Priester aufgesucht und ein waschechter jüdischer Exorzismus wird auch noch vorgenommen – Flashbacks, Träume, Erinnerungen auf Video und eine absolut notwendige Sexszene zwischen Yustman und Cam Gigandet (The Fighters) damit man am Ende noch so richtig gebeutelt wird. Als ob.
Geh scheißen, du kleiner Wicht!
(Im O-Ton Fuck off you little shit. Irgendwie.. ist die Übersetzung lustiger. Wahrscheinlich weil dem Film nahtlos angepasst in allen Bereichen.)
Das Konzept, eigentlich ein einziger Witz, von dieser Diashow als Konzept zu sprechen, geht – oh Wunder – an keiner Stelle auf. Erbärmliches Schauspiel, erbärmliche “Effekte”, die zu erbärmlichen Zeitpunkten erbärmlich wiederholt werden und richtig erbärmlich wird es, wenn der gesunde Menschenverstand einfach mal hops geht, anders kann man sich diesen Satz “Liebe Casey, es ist jetzt an dir, das zu Ende zu führen, was in Auschwitz begann” nicht erklären, selbst so erbärmlich kann eine Übersetzung ins Deutsche nicht sein.
Wir wiederholen: David S. Goyer jeden Regiestuhl unter dem Hintern wegziehen, damit nie wieder eine so verkorkste und hirnrissige Mischung aus Exorzist, jüdischen Mysterien, Nazi-Experimenten und Ju-On/Ring oder noch schlimmer entstehen kann. Aber so wie es aussieht ist das ja alles nicht auf Logik getrimmt, schließlich wohnt man einem Exorzismus im tiefsten Winter in einem zugigen Steingebäude mit einem knappen Etwas bei, wenn man was auf sich hält. Aber auch das mehrmalige Untersuchen des Spiegels.. das gehört einfach dazu.
Es gehört zu dieser unverzeihlich Brechreizmittel-Art, wo man jeder Figur bei jedem Wort und jeder Bewegung anmerkt, dass es nur Schauspieler sind, die nicht mal wirklich gut bei der Sache sind oder überhaupt nicht gut sind. Kann man die Vorfreude auf The Unborn töten? Gott bewahre, die ist so tot, toter wäre tödlich. Verzeihung. Und ja, tot zu steigern ist ein Unding, aber was will man machen? Die Welt ist ungerecht und beste Freundinnen, die einem nicht glauben, werden einfach so abgemurkst, weil sie auch immer zu die Türen um Mitternacht öffnen müssen, obwohl sie niemanden durch den Türspion erblicken können. ALSO BITTE.
Man braucht The Unborn in etwa so dringend wie die Golden Gate Bridge Spucke zum Zusammenhalten benötigt.
Mit vielen Grüßen an J., ich hoffe, deine Vorlieben für Low Budget Horror sind vernünftig genug, dich diese Gefahr der bodenlosen Belanglosigkeit & Langeweile umfahren zu lassen.
Hihi, ich fand den Film klasse.
Ne mal im Ernst…wieso hast du Odette Yustman nicht in den Tags aufgenommen? Sie ist doch wohl der einzige Grund warum der Film wenigstens für die Männer was hergibt
( Vllt Cam Gigandet für die Frauen? Das bezweifel ich aber irgendwie =( )
Und was hast du gegen den 4-jährigen? Der war noch das gruseligste an dem ganzen Film! Die beste Szene ist noch wo er Yustman schlägt und seinen tollen Satz aufsagt
Hab den Trailer nur einmal gesehen und dachte nur “ne, nicht ernsthaft, oder?”. Was für ein Schrott, richtiger Müll, wirklich.
Naja werde ich mir trotzdem anschauen so schlimm kanns ja nicht werden
Wie kann man sich ein Schund auch nur freiwillig ansehen, will ja schon immer bei dem Trailer aus dem Kino flüchten.
Den Trailer fand ich voll ok. ^^
Lool, haben heute total positive Werbung zu diesen Film gemacht. Von 10 haben die glaube ich 6 Punkte vergeben. Das wäre ja nedmal so schlecht…..
Khitos, hab ichs mir doch gedacht, dass du den zur Oberklasse zählst.
Öh.. “vergessen”, weil sie so gut geschauspielert hat und ich total perplex von der Leistung war, was sonst.
Ich habe nichts gegen den 4 Jährigen, aber der war NICHT gruselig. Poah, das ist die beste Szene für dich? Ich wittere Misogynie gegenüber der “eye candy” Protagonistin!
David, lief auch immer vor Watchmen, und immer haben alle _gelacht_
Doreen, Hm.. oh doch, kann es!
spidy, manchmal ist mir der Sinn danach, vor allem wenn man mir anhand des Trailers nicht glauben möchte, dass es Mumpitz ist, dann muss man eben ein wenig erzählen und begründen. Aber das musst du erst verstehen, wenn du verstehst, dass man mehrmals Watchmen sichtet.
Khitos, der hat doch das ganze Pulver verschossen. Und das Pulver war besch… en.
Nila, du hast WAS? Wo? Ich brauche einen großen Radiergummi und einen virtuellen Knebel!
In der Tat, 6 von 10 ist.. 6 von 10 zu viel aber hmmm, warum sind denn deine Fingernägel so angekaut?
Grmpf, ich kaue nicht Nägel*pöööseschau* Nö, und den Film gucke ich mir bestimmt nicht an. Übrigends habe ich Watchmen geguckt . Jetzt weiss ich, warum ich den Comic als Kind nie gelesen habe. So ein Schund…. Genauso wie der Film
Und jetzt darfst du mich steinigen lol….
Nicht mal wenn The Unborn dir RICHTIG ANGST macht? Ach komm.
Comic hab ich auch nicht gelesen aber.. Schund, ein wenig genauer bitte – ich mein, du magst keine Holzhammer-Action mit viel Selbstironie à la Hellboy, du magst keine tiefgründigeren Dinge wie Watchmen, also entweder magst du gar nichts was nach Comicverfilmung aussieht oder dein Geschmack konzentriert sich auf.. hmm.. ja, gute Frage, auf was überhaupt?
(Für Steinigung musst du noch viel mehr machen, so einfach bekommt man heute keine Steine mehr entgegen geworfen, zumindest nicht hier)
Ich muss eine Korrektur machen. Ich hab mir Hellboy nun ganz angesehen. Der war nichtmal so schlecht.
*rotwerde* Besonders die letzte halbe Stunde wie sie in Irland? waren….
Hmm “The Dark Knight” fand ich auch nicht schlecht. Besonders den genialen Joker. Spiderman ist mir zu Bubi-mäßig. Wobei an Teil. 2 auch wenig auszusetzen ist. ABER Watchmen, den habe ich ehrlich gesagt nur mit einem guten Gläschen Wein bis zum bitteren Ende “durchgedrückt”. Hat mir überhaupt nicht gefallen. Die erste 3/4 Stunde war noch dazu sehr verwirrend. Viel zu viele “Sprünge”. Irgendwie platt.
Nicht zu empfehlen? Den Trailer zu The Unborn fand ich eigentlich ganz klasse…und ich steh ja auf so Sachen wie The Grudge usw
Du hast die Nazis vergessen, die in billigen Horrorfilmen auch nie fehlen dürfen.
Der einzige Grund sich The Unborn anzusehen, ist somit die wirklich süße Darstellerin.
Schaps, eine düstre Ahnung flüstert mir, du könntest dich amüsieren. Aber eigentlich ist das nur ein billiger Abklatsch aus allen bekannten Vorgängern, vermengt mit unnötigen Fäden die eh Mumpitz sind und alles andere als zufriedenstellend zu Ende gedacht werden.
caesar, brrrr, ausgeblendet, einfach nur ausgeblendet, wahrscheinlich fiel den Leutchen kein triftigerer Grund ein, dem Jungen ein paar Kontaktlinsen zu verpassen
Für diesen einzigen Grund reicht auch oben eingebundenes Poster im Ultra-Format,
wenn The Unborn mit Pauken und Trompeten untergegangen isteinfach mal im Kino fragen, ob man es kostenlos mitnehmen darf, hömhöm.