Die Abteilung Qualitätskontrolle hat beschlossen: abschließendes, altkluges Fazit am Ende des Artikels für ungeduldige, „Überflieger“ und ergebnisorientierte Zeitgenossen. Bitte folgen Sie dem Verlauf nach unten bis zur fett markierten Stelle in diesem Fall.
Mal davon abgesehen, dass ich aufgrund unverschämt gemeiner äußerlicher Ähnlichkeiten schon mehrmals kurz davor war, die Objektive mit einem CD-Marker „zu putzen“ ergeht es den Scherben hier ganz gut. Doof nur, dass der äußerst praktische LensPen nicht für den Sensor geeignet ist und irgendwann kommt trotz aller Vorsicht mal ein Fussel, ein Krümel oder sonstige Partikel aufs Bild und lässt sich durch Objektivreinigung nicht beheben. Sensor – da liest man ja so einiges. Mit etwas Phantasie geht das so: angucken, kaputt. Oder kurz mit der nicht abgerundeten Ecke eines Taschentuchs berühren. Kaputt. Sowas von kaputt. Unbrauchbar, Elektroschrott und vom Umtausch abgeschlossen. Man hätte ja den Service von Profis in Anspruch nehmen können. Doch irgendwie.. äh.. was für tollen Alkohol, was für tolle Wattestäbchen und was für tolle sensible Maschinen benutzen die da, dass das HORRENDE Preise im zweistelligen Bereich rechtfertigt? Von der offiziellen Einschick-Masche spreche ich noch nicht mal. Gruselig aber okay, guter Service will gut bezahlt werden aber.. für Mutige gibt es ja immer eine Alternative. Die Firma, die hier schon HDMI Kabel, Mp3-Player an AUX Kabel, LensPen und sicher zahlreiche andere sinnvolle Kleinigkeiten bereitstellt, hat natürlich auch dafür etwas.
Der klassische Blasebalg. Wenn ca. 85% der Rezenten sagen, dass das Ding für etwas, das man in geschlossenen Räumen benutzt, erbärmlich nach Gummi, Weichmacher oder sonstwas stinken würde, dann darf man das ruhig glauben. Macht aber nix. Dafür ist das Ding so simpel, dass es nicht mal eine Gebrauchsanleitung – und Gebrauchsanleitungen und Warnhinweise findet man ja neuerdings an ALLEN Dingen – braucht. Mal davon ab, dass der Geruch dieser Oberfläche für Minuten an den Händen haften bleibt und der Eigengeruch auch nach 3 Tagen auf der Fensterbank nicht sonderlich verflog.. ist das Gerät eine wahre Wonne. LensPen kann staubig werden, wenn man nicht aufpasst, verfransen oder anderweitig kontraproduktiv beeinflusst werden. Aber der Blasebalg.. der ist sogar dafür geeignet, den Staubwedel zu ersetzen. Nur nicht ratsam, wenn man gerade im Begriff ist, kräftig einzuatmen.
Dennoch. Wunderbar. Reinigung der Objektive jetzt mehrmals möglich und man sagt, wenn man die Reinigung regelmäßig vollzieht, dann kann nichts so stark anhaften, dass der Blasebalg seine Wirkung verfehlen würde.
Es ist übrigens gemein. Damals war die Kamera noch neu und ich dachte, hui, tolle Technik. Denn da stand und steht: Sensorreinigung. Was denkt der unbedarfte Benutzer, respektive Uwe da natürlich? Klicken, abwarten, alles sauber. Denkste. Ausgelacht wurde ich, weil ich stundenlang davor gehockt habe und mich gewundert habe, wieso das Teil sich so lange, so lautlos und ohne Zwischenbericht reinigt. Erfahrung gemacht. Die 350D klappt nur den Spiegel zur Seite, damit man den Sensor eigenhändig reinigen kann. Auch da hat der Blasebalg wunderbar funktioniert und ich würde sagen: wirtschaftlich gesehen ist das eine einmalige Anschaffung für einen ganz langen Zeitraum (Solange es solange hält wie der Geruch, bin ich da sehr zuversichtlich.).. versus immer wieder auftretende Einschick-Reinigungs-Bezahl-Verfahren.
Wir merken uns.
Es muss nicht immer Alkohol sein. Es müssen auch keine beschichteten Stäbchen sein. Es muss auch nicht Tage in Anspruch nehmen.
CD-Marker sollte man nicht in die Nähe von Objektiven legen. Oder man sollte die vorgesehenen Reinigungsgeräte nicht wie CD-Marker aussehen lassen.
Sensorreinigung muss nicht zwingend das bedeuten, was man bei dem Begriff vermuten würde. Ich plädiere auf eine neue Firmware, die eine genauere Beschreibung einführt. Wahlweise auch für eine kleine Durchsage der Kamera: hast du mein Handbuch gelesen? Ich reinige mich nicht selbst, du Depp. Sei es drum, ist ja weder Semi-Prof, noch Prof sondern Einsteiger-Klasse und das zu Recht.
Blasebalg kann auch als Staubsauger, wobei er ja eher Staubschieber oder Staubpuster ist, benutzt werden. DustEx sein Name. Plus LensPen. Großartige Werkzeuge.
Kaputtmachen etwaiger sensibler elektronischer Bestandteile quasi unmöglich. Selbst der Autor dieser Zeilen hätte Probleme gehabt, da was zu zerstören.
Aber natürlich steht es jedem zu, den Service anderer Leute in Anspruch zu nehmen. Bei groben Verschmutzungen, je nach Einsatzgebiet, wird man unter Umständen nicht um die Profis umher kommen. Für 3 Staubkörner und eine Fluse kann man aber auch ruhig abwägen.
Uh, wenn ich das so lese hoffe ich, das die Sensorselbstreinigung bei meiner 400D noch lange, lange ausreicht…
Ach, alles halb so wild. Regelmäßig putzen und sich nicht im Dreck wühlen.
Aber aha, die 400D kann das schon von alleine abschütteln? Das.. macht die gerade bei Amazon.de propagierte 500D mit HD Videofunktion nicht gerade unattraktiv.
Hehe, scheint ein verbreitetes Missverständnis zu sein mit dem Sensorreinigungsmenüpunkt
Ich habe auch so einen (nicht stinkenden) Blasebalg. Und zwar den in Raketenform. Macht schön was her! Bei mir musste aber trotzdem das Spezialpad-Paket ran, da die Flecken mit dem Blasebalg alleine nicht weggingen. Habe dann einen zweistelligen Betrag investieren müssen (und nicht einen dreistelligen fürs Einschicken) und seitdem geht es meinem Sensor wieder fleckenfrei.
Hu, bevor ich es vergesse: :kuh:
Dieses Missverständnis füllt ganze Forenthreads.
Raketenform. Das hatte Hama glaub ich nicht im Angebot. Pass nur auf, dass die nicht während des Vorgangs in Richtung Sensor startet.
Ob es “blaue Flecken” waren? Du solltest Rosenstolz konsultieren. :kuh: