Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
Hätte es nicht wenigstens mein steinaltes Handy sein können? Nein, natürlich nicht, die Welt ist schlecht und so traf es meinen Wecker, meine einzige Möglichkeit der Abschottung vor etwaigem Gefasel in S-Bahn/Bahn und Bus und.. überhaupt, ein Blackberry wird gefunden und ins Fundbüro der Uni gebracht, ein dämlicher Mp3player mit weißen Ohrstöpseln, den quasi jeder hat, nicht? Das muss ich wohl nicht verstehen, ebenso wenig wie ich nie verstehen werde, wie das passieren konnte. Die S-Bahn war im Prinzip leer, im Hörsaal wäre es aufgefallen und auf dem Weg zur S-Bahn habe ich auch keinen Handstand gemacht, damit er aus der Tasche kullern konnte. Nach 5 Versuchen beim rheinbahnschen Fundbüro durchgekommen, nichts. Eine E-Mail vom Servicepoint, nichts aber noch 2 Telefonnummern die ein Quantum Resthoffnung am Leben erhalten.
Was lernen wir daraus? Nach 20 Jahren trifft es jeden mal. Wenn schon nicht in Paris in der Métro, dann eben hier.
Auch wenn der Wecker fehlt, ist das kein Grund, nicht pünktlich zu sein. Telefone von heute können ziemlich viel, nur keinen angenehmen Weckton erzeugen.
Es gibt eigentlich keinen Grund, die Ohrstöpsel zu entfernen oder die Musik auszuschalten. Besser kann man doch gar nicht merken, wenn das Abspielgerät aus der Hosen- oder Jackentasche entfernt wird.
Wann bemerkt man nämlich sonst, dass das Abspielgerät fehlt? Klar, wenn einem in den Sinn kommt, den Weckton „Harfe“ durch ein Lied der eigenen Wahl zu ersetzen. In Verbindung mit dem schrecklichen Wecker namens Telefon ist das fast schon bitterlich ironisch.
Man robbt verzweifelt auf dem Boden rum und guckt unterm Bett nach und in jeder anderen erdenklichen Ecke und findet nur Staub und wird an die Benutzung von Handfeger und Wischer erinnert. (Salz in die Wunde! Salz!)
Hatten die iPod Akkus nicht mal den seltenen Fall, dass sie überhitzen und oder explodieren? Ich bin ja kein Unmensch.. aber ich glaube nachdem ich morgen erfolglos die beiden Telefonnummern kontaktiert habe wünsche ich mir das ganz ganz dolle. Dann könnte ich die bedauernswerte, armselige und verdorbene Person wenigstens am Watschelschritt erkennen.
An dieser Stelle noch den Clip zu „Alles Mist“ denken, mit mehr Fazit kann ich leider nicht dienen.
Du Armer – überdeasKöpflestreichel – also ich wüsst auch nicht, was ich ohne die Geheimwaffe in öffentlichen Verkehrsmittel tun sollte
Aber vielleicht-vielleicht … findet er sich doch noch.
Unser Sohnemann hat seinen auch schon vermisst – die Katzen hatten ihn in meinen Motorradstiefeln versteckt und mit den Ohstöpseln Staffellauf gespielt.
Also lass dich drücken von
Sabine
Oh je, das ist ja schrecklich
shit
Sabine, man könnte zuhören, zuhören und nochmals zuhören, aber manchen Gesprächen möchte man auch unfreiwillig lieber nicht zuhören.
Die Hoffnung ist gestern unter die Räder geraten, weder im Fundbüro der Bahn, noch bei den Hausmeistern; naja.. irgendwer darf sich jetzt super toll fühlen.
Katzen verstecken technische Geräte im Schuhwerk? Das ist ein bisschen bösartig und ausgefuchst zugleich. Und danke!
Suriel, blogZicke, naja.. ein olles Stück Plastik, regt im Moment auf aber noch dreht sich die Welt weiter
Genau das … ich möcht dann gelegentlich Schuhe abstreifen, meine Socken nehmen und die Laberfixe damit knebeln
Wenn es allerdings mehr als zwei sind, geht das nicht mehr
… außer ich hab Notfallsocken dabei
Ein schöner Gedankengang, mit Wollfaser gegen Gefasel ankämpfen. So viele Socken hat niemand dabei, befürchte ich.
Mein zweiter Gedanke war … deren eigene Socken zu nehmen … aber neee … ich weiß nede so recht
Das wiederum könnte jemandem stinken.