Come and take a walk on the wild side
Let me kiss you hard in the pouring rain
You like your girls insane
Völlig irrelevant, ob sich ein Roadmovie, ein Film noir oder ein Beziehungsdrama sich diesen Song mal einverleiben wird: gute Wahl.
Uwe und Blog
Come and take a walk on the wild side
Let me kiss you hard in the pouring rain
You like your girls insane
Völlig irrelevant, ob sich ein Roadmovie, ein Film noir oder ein Beziehungsdrama sich diesen Song mal einverleiben wird: gute Wahl.
Abgelegt in Musique.
– Mo, 16. Januar 2012

Kokuhaku - Confessions – Gestaendnisse
Kokuhaku (Confessions – Geständnisse)
Unbarmherzig bis zur letzten Sekunde, bis in die kleinste Nebenrolle, bis in die letzte Zeitlupeneinstellung – so funktioniert ein Psychothriller. Aufwändig inszeniert, voller merkwürdiger, hässlicher und surreal wirkender Momente spannt Tetsuya Nakashima mehr und mehr Figuren in die Reihe der „Geständigen“ ein, aber bringt das die erhoffte Auflösung, die erhoffte Erlösung? Mitnichten. Immer wieder wird man als Zuschauer auf falsche Wege geführt, bekommt Motive serviert, die sich doch nur als Lügenkonstrukt erweisen. Tiefer und tiefer gehen die Geständnisse, tiefer und tiefer werden die menschlichen Abgründe. Und je weiter die Geschichte fortschreitet, umso schwieriger ist es, noch so etwas wie einen Sympathieträger ausfindig zu machen. Vermeintliche kriminelle Newcomer werden von Lehrerfiguren entlarvt, vermeintlich Erwachsene Vorbildfunktionen werden genüsslich in alle Einzelteile zerlegt – wenn man erst mal den Eintritt der langen Warmlaufphase bezahlt hat.. dann verhält es sich vergleichbar mit Ecos Büchern: unfassbare Welten, beschrieben mit einem unfassbaren Gespür für Zwischentöne.

Let Me In
Eat some now. Save some for later.
Matt Reeves Gespür für Hommagen ist es zu verdanken, dass eine wunderbar erfrischende Vorlage zu einem – für dieses Genre ja jetzt eher nicht von Vorteil – blutleeren CGI-Gehampel fernab sämtlicher Atmosphäre verkommen ist. Wo „So finster die Nacht“ mit Andeutungen und Fingerspitzengefühl punkten konnte, da poltert „Let Me In“ einfach zur Tür herein, obwohl doch niemand Einlass gewährt hat..
Fürchterlich, eigentlich habe ich ein Coca-Cola-Truck-Ende erwartet, aber da klemmt sich diese als Hommage getarnte Dreistigkeit doch wieder hinters Vorbild. Zeitverschwendung, Let the Right One In, So finster die Nacht) macht alles besser.

Real Steel - Stahlharte Gegner
Bailey Tallet: 1200 miles for a kiss.
Charlie Kenton: Worth it. So worth it.
Hier kommt einfach alles zusammen: nervendes Kind in der eigentlichen Hauptrolle, gefallener Boxheld und Rabenvater, herzensgute Sandkastenbekanntschaft, viele zersplitterte Träume und ein großes Maß an Selbstüberschätzung und natürlich sich kaputt kloppende Roboter. Real Steel kann mit Adrenalin und Show punkten, das reicht auch völlig aus – der Rest dürfte für jeden durchschaubar genug sein.
Abgelegt in Achtung Unterhaltung.
– Sa, 14. Januar 2012